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X13.06.2002: 0.30 Uhr, wir sehen das Leuchtfeuer der Selvagem Grande und nähern uns mit langsamer Fahrt den vorgelagerten Untiefen und Klippen.
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1.30 Uhr, über Funk verständigen wir uns mit den Rangern, von der Insel startet ein kleines Schlauchboot und führt uns mit langsamer Fahrt zwischen
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den Untiefen und Klippen im Strahl der Suchscheinwerfer in die einigermaßen geschützte Bucht vor der Rangerstation. Nach zwei Stunden Zitterpartie hatten
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wir es endlich geschafft und wir legten uns erst einmal an die Boje des Patrouillenbootes der portugiesischen Marine. Nach einer Dose Bier gönnten
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wir uns alle, besonders die, die nicht die ganze Zeit schon krankheitsbedingt in den Kojen lagen, eine Mütze voll Schlaf, wovon wir ja in der letzten Nacht nicht
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allzu viel bekommen hatten. Nach dem Frühstück, das an diesem Tage etwas später stattfand, musste das Schiff aus Sicherheitsgründen weiter ins Innere
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der Bucht verlegt werden. Kurz nach Mittag fuhren wir mit einem Schlauchboot und dem mitgebrachten Proviant für die Ranger zur Station.
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Hier wurden wir vom Chef, Carlos Freitas, begrüßt und die Pläne der nächsten Tage besprochen. Das Gespräch endete mit der
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freundlichen Einladung zu einem gemeinsamen Abendessen auf der Rangerstation, die wir nach den Strapazen an Bord nur allzu gerne
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annahmen. An Bord zurück, und nach einem kleinen verspäteten Mittagessen, wurden die Ausrüstungen für den ersten Tauchgang hergerichtet. Wir
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machten die Rebreather, Tauch-, Foto- und Videoausrüstungen einsatzbereit und am späten Nachmittag war es endlich soweit: wir konnten unseren
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ersten Tauchgang im Unterwassernaturpark der Selvagens Inseln durchführen. Gleich beim Abtauchen merkte man, dass
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dann noch auf Wrackteile in 18m Tiefe. Trotz Absuchen der näheren Umgebung blieb es aber bei ein paar Schrottteilen und dem Rest eines Ankers. Freudig erregt kamen wir von unserem ersten Tauchgang wieder an Bord. Schnell wurden die Flaschen wieder gefüllt und wir bereiteten uns auf unseren abendlichen Landgang vor. Die Ranger erwarteten uns in einer Felsengrotte neben der Station. Der sich darin befindende Backofen war schon angeheizt und bei einer Flasche Wein wurde erst einmal frisches Brot gebacken und Espetada |
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die nächste Zivilisation 100 Seemeilen entfernt ist: trotz schlechten Wetters und starken Seegangs betrugen die Unterwassersichtweiten beachtliche
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40 bis 50m. Es bot sich uns eine fast noch unberührte Fisch- und Unterwasserwelt des tropischen Atlantiks. Der Meeresgrund wechselte von glatten Granitfelsen bis hin zu bizarren Lavastrukturen und Steilwänden, Canyons endeten in Holes, diese konnte man dann wieder durch Grotten oder Spalten verlassen. Muränen, Nacktschnecken, Zitterrochen und vorbeiziehende Bernsteinmakrelen bestimmten das Szenario an diesem Tauchplatz. Beim Austauchen stießen wir
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X(Fleischstücke mit Salz, Knoblauch und Lorbeer gewürzt auf einen Lorbeerholzzweig aufgespießt) gegrillt. Wieder auf dem Schiff, waren
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wir uns alle einig: dieser Abend muss wiederholt werden. Im Gegensatz zum vorherigen Tag, werden wir diesen gerne in Erinnerung behalten.
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