5 ter Tag

Position:
30°09.10 N
- 15°56.15 W
Selvagem Grande
30°01.35 N

- 16°03.05 W

Selvagem Pequena

vom 12.06. - 19.06.2002

Die Expedition wird organisiert von



16.06.2002: Um neun Uhr morgens lichteten wir nach einem guten Frühstück den Anker und wir verließen die geschützte Bucht in Richtung der Insel Selvagem Pequena.
Das Wetter war sonnig und versprach einen schönen Tag. Während der Überfahrt beobachteten wir oft Meeresschildkröten, die an der Wasseroberfläche trieben und ein Sonnenbad zu nehmen schienen.
Die Insel selbst war nicht sehr hoch von Weitem sah man schon die rote Hütte der Ranger und in der Nähe der Insel den Bug eines gestrandeten Öltankers in der Brandung.
Der Rest des Tankers liegt unter Wasser in der Brandungszone und ist total zerstört. Hier war ein Tauchgang zu gefährlich und nach Aussagen der Ranger nicht lohnenswert.
Nach 1,5 Stunden Fahrt erreichten wir die Insel, hier ankerten wir in ihrer unmittelbaren Nähe. Doch Dünung und Wellengang waren so, dass das Anziehen der Ausrüstung etwas
ungemütlich ablief, was uns jedoch nicht vom Tauchen abhielt. Durch die starke Dünung war die Sicht mit 20 – 25 m nicht besonders gut.
Der Boden war mit gelben Schwammkolonien übersät, ein Stachelrochen flüchtete vor uns und wollte sich nicht fotografieren lassen.
Aber dann weckte ein großer Seehase mit seiner eleganten Fortbewegungsart unser Interesse, wir beobachteten ihn wie er mit wellenförmiger Bewegung um uns herum tanzte.
Einen Augenblick lang vergaßen wir Raum und Zeit. Die Presslufttaucher waren wie immer bereits wieder an Bord und beobachteten neidvoll,
wie wir alle Vorteile des Rebrathertauchens ausreizten. Bei solch einer Foto- und Videoexpedition ist das natürlich von großem nutzen. Als wir nach hundert Minuten wieder an Bord kamen,
herrschte dort aufgeregtes und hektisches Treiben. Eine Unwetterfront näherte sich unserem Ankerplatz und wir flüchteten vor den dunklen Wolken und dem herannahenden Starkwind.
Der Wind erreichte innerhalb kurzer Zeit eine unangenehme Stärke und wir liefen mit voller Kraft Richtung Selvagem Grande in unsere geschützte Bucht.

Hier waren wir dann mehrere Stunden damit beschäftigt, das Schiff wieder sicher bei diesem Wetter zu verankern.

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