Die Vegetation der Insel: Heute gibt es circa 90 verschiedene Pflanzen auf den Inseln,
die überwiegend Kriechpflanzen sind, nachdem man in früheren Jahren zu Handels-
zwecken die Hochheide nach Flandern exportierte.
Interessant ist die Tatsache, dass nur auf der Insel Ilhéu de Fora ein Coleoptero Aptero
Deucalion lebt. Er lebt nur allein zusammen mit einer ebenfalls endemischen Pflanzenart:
der Euphorbia desfoliata.
Der Reichtum an Vegetation dieser Inseln tritt besonders auf der Selvagem Pequena
und der Insel Ilhéu de Fora hervor. Da diese beiden Inseln, sehr unwirtlich und weit
ab gelegen sind, hat man nie versucht sie zu besiedeln oder auch nur mit
pflanzenfressenden Tieren zu besetzten. Hier finden wir heute noch eine
überwältigende Vielfalt an Vegetation. Neun der zehn endemischen Pflanzen
dieses Archipels treffen wir hier an. Arten wie zum Beispiel die
Lobularia canariensis ssp. rosula-venti,
Scilla maderensis var. meliodora,
Limonllatum var.callibotryum,
Lotus selvagensis und Euphorbia desfoliata sind nur ein paar Beispiele dieser
umwerfenden Vielfalt. Der letzte Taxon existiert nur auf der Ilheu de Fora.
Was die Nistbedingungen dieser Inseln für die Seevögel betrifft,
so sind sie sehr einfach und gerade deshalb ein wahres ornitologisches Heiligtum.
Aus all den Arten, die hier nisten, stechen besonders die Cagarras hervor
( circa 13.500 Paare).
Des weiteren die Calcamar, Pelagodroma marina,
die Alma Negra, Bulweria bulwerii, o pintainho = das Küken,
Puffinus assimilis, und die überaus seltene Garajau Rosado, Sterna dougalli.
Was die wirbellosen Tiere betrifft, so ist noch die Osga, Tarentola bischoffi,
zu nennen, ein weiteres endemisches Tier dieser Inseln.
Auch die große Insel wurde wegen des Fehlens von Trinkwasser von den Menschen nie
besiedelt. Hier wurde ein bemerkenswertes Reservat von hohem ökologischmn Wert
geschaffen, da hier einige Zugvögelarten nisten, wie z.B. die Cagarras, die Gaivotas
und viele andere Arten.