Tauchexpedition Selvagens Archipel Madeira

Die Expedition wurde organisiert von
Position:
30°09.10 N

- 15°56.15 W

30°01.35 N

- 16°03.05 W

Geschichte der Selvagens

Bekannt wurden die Selvagens erst richtig im Jahre 1460, als der portugiesische Entdecker Diogo Gomes
sie im Namen von Prinz Heinrich (Infante D. Henrique) für Portugal in Besitz nahm

Seit dem XVI. Jahrhundert waren sie in Privatbesitz und wurden immer wieder vererbt.
Die ersten Besitzer waren die Caiados.Gemäß A. Artur Sarmento wurden sie von dem Geistlichen
Manuel Ferreira Teixeira an seine Nichte D. Filipa Cabral de Vasconcelos vererbt,
die mit José Ferreira de Noronha Franco verheiratet war. Von ihnen stammte João T. Cabral de Noronha
ab,der letzte Majoratsherr der Selvagens.
Im Jahre 1904 übernahm sie der Bankier Luis da Rocha Machado, nach dessen Tod gingen sie an seinen
gleichnamigen Sohn, dem sie noch heute gehören. Auch bei Abenteurern sind sie sehr gefragt, denn man
spricht noch heute davon, dass hier der sagenumworbene Schatz lagern soll, der der Kathedrale von Lima
in Peru gehörte. Er soll hier von dem Piraten Kidd, dem Verwegenen, versteckt worden sein.
Er raubte ihn von einem spanischen Schiff, das aus Baltimore (USA) stammte. Sein Schiff sank nahe den
Selvagens, es überlebte nur ein Seemann, der sich auf die Kanaren rettete und sich in der Stunde seines
Todes einem englischen Seemann anvertraute. Der Engländer war ein aufrechter Mann und erzählte die
ganzeGeschichte nach seiner Rückkehr der Marine. Seitdem wurde auf den Selvagens immer wieder
danach gesuchtund die Besitzer sowie unzählige Abenteurer gruben immer wieder die Inseln um.
So war zum Beispiel A. Mellersh, Kommandant der englischen Korvette Rattler in den Jahren 1848 bis 1851
viermal auf den Selvagens und suchte nach dem sagenumwobenen Schatz. Seine Reederei gab dafür
3.000 Pfund Sterlingsilber aus. Selbst der englische Admiral beteiligte sich an der Suche und belieferte
mit der Korvette Myrmidov die Schatzsucher mit Trinkwasser. Nach erfolgloser Suche schrieb Mellersh
am 22. November 1851 an den britischen Konsul in Funchal: Die Ausgrabungen auf den Inseln Pitão
Grandeund Pitão Pequena waren erfolglos und ich glaube kaum, dass man den Schatz hier finden wird bzw.
dass er je hier vergraben wurde.

Obwohl er dies wusste, kam im Jahre 1923 der englische Entdecker Sir Ernest Shakleton nach Madeira,
wandte sich an den Besitzer der Inseln, Luís da Rocha Machado, und bat um die Erlaubnis, nach seiner
Reise zum Südpol auf den Inseln nach dem sagenumwobenen Schatz suchen zu dürfen. Jedoch starb er
unerwartet im Verlauf seiner Reise und somit blieb der Schatz weiter verborgen. Auch andere Abenteurer
und Entdecker mit dem gleichen Ziel, kehrten enttäuscht nach Hause zurück.

Die Inselgruppe der Selvagens war früher sehr bekannt, es wurde hier eine Pflanze (die Rhus Coriaria)
geerntet,deren Blätter und Schale zum Gerben von tierischen Fellen in Portugal und im Ausland
benutzt wurden.
Eine andere sehr begehrte Pflanze im XV. Jahrhundert war die Pastel, aus deren Blättern
eine blaue Farbe zum Färben von Textilien gewonnen wurde. Zur Zeit João Gonçalves Zarco war die Pastel
sehr begehrt auf demeuropäischen Kontinent. Sie wurde getrocknet oder nach der Gärung
in Kugeln gepresst und exportiert.

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