Aus wissenschaftlichen Gründen wurden die Inseln sehr oft besucht. So wurden hier
geologische, botanische und zoologische Studien betrieben. Im August des Jahres 1963,
an Bord des Walfängers Persistência, gingen verschiedene europäische Wissenschaftler unter
Leitung des deutschen Gunther Maul, Konservator des Naturwissenschaftlichen Museums in
Funchal, an Land der Selvagens. Mit der Unterstützung der englischen
Firma Imperial Chimical Industries, London, und der Stadtverwaltung Funchal.
An dieser Expedition nahmen Vertreter des Nationalmuseums für Geschichte aus Paris,
dem nationalen Zentrum für Vulkanologie aus Brüssel, dem britischen Museum aus London
und dem zoologischen Institut der Universität Giessen teil. Mit dabei waren auch bekannte
Wissenschaftler, wie: Marjorie Pickering, Botanikerin; Thomas Tams, Ornithologe;
Joseph Honorez, Geologe; Dr. Meinel, Biologe; Erick Weinrick und Gunther Maul, Fischkundler.
Letzterer hatte sich einen Namen gemacht durch seine Kenntnisse, Entdeckungen und
Forschungen der Unterwasserwelt von Madeira. Er unterstützte diese Expeditionen, gründete
das Naturwissenschaftliche Museum von Funchal und war unter den europäischen und
amerikanischen Wissenschaftlern sehr berühmt und geachtet.
Während dieser Reise zu den Selvagens sammelten sie viele seltene und wertvolle Arten,
die einzigartig sind auf diesen Inseln. Ihree Studien wurden Spezialisten aus Frankreich,
Belgien, England und Deutschland vorgelegt, da diese Arten bisher unbekannt waren und
in keinem Museum zu finden sind.
Auch dieses Mal wurde der sagenhafte Schatz des berühmten Piraten der Temerário nicht
entdeckt, dafür aber andere realere Reichtümer für die Wissenschaft,
die von der Natur geschaffen wurden.
Diese Inselgruppe ist oft Ziel von professionellen Jägern und Fischern, die von den
spanischen Nachbarinseln kommen, um die Eier der Cagarras zu rauben, den
reichhaltigen Fischbestand des madeirensischen Archipels zu fangen und die Muscheln
von den Küsten zu ernten. Auch internationale Abenteurer kommen immer wieder an die
Küsten der Selvagens, was aber strengstens verboten ist. Damit dies auch eingehalten wird
ist die kleine Insel im Sommer und die große Insel das ganze Jahr über mit 2 Rangern pro
Insel besetzt. Sie stehen über Satellit in ständigem Funkkontakt mit der Parkverwaltung
und werden alle 22 Tage abgelöst. Die Versorgung und das Ablösepersonal wird durch die
Küstenwache organisiert. Die Ranger haben alle Hände voll zu tun, ihre Arbeit beschränkt
sich nicht nur auf die Einhaltung der Gesetze, sondern die tägliche Aufgaben sind das zählen
von Vögeln ,ermitteln von Daten , beringen von Vögeln, beobachten sämtlicher Tiere, usw, usw.